Chronik
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Gründung der Schule 1893

Mit der raschen Entwicklung der Gemeinde Kupferdreh stieg die Bevölkerungszahl um etwa 20%.
Die katholischen Schüler und Schülerinnen diesseits des Deilbachs besuchten alle die katholische Volksschule I in Dilldorf. Letztere war in ihrer Frequenz auf 676 Kinder gestiegen, die in 7 Klassen unterrichtet wurden! Da diese Zustände nicht mehr haltbar waren, wurde seitens des Schulvorstandes im Februar 1890 der Bau eines neuen Schulgebäudes in Kupferdreh beschlossen. Am 20.04.1890 traf von der Königlichen Regierung zu Düsseldorf die Genehmigung zum Bau eines 3-klassigen Schulsystems ein. Der Bau wurde am 31. Mai 1893 in Angriff genommen und bereits am 09. Oktober 1893 wurde die Schule bezogen.
Der Lehrer Joseph Schütte aus Frintrop wurde zum Hauptlehrer (Schulleiter) ernannt.

Am 09. Oktober 1893 besuchten 221 Kinder die drei errichteten Klassen. Schnell und stetig wuchs die Schülerzahl und erreichte kurz vor dem Ersten Weltkrieg ihren höchsten Stand: 814 Kinder bildeten 14 Klassen. Das hatte natürlich auch zur Folge, dass das Schulgebäude ständig erweitert werden musste. Den ersten Weltkrieg überstand die Josefschule relativ schadlos, auch wenn sie zwischenzeitlich von der französischen Armee als Heerlager benutzt wurde.
Von 1932 - 1935 übernahm Wilhelm Knipp unsere Schule als Schulleiter. 

In der folgenden Zeit wurde der Unterricht immer mehr vom Nationalsozialismus beeinflusst. Bei entsprechenden Veranstaltungen fiel sogar der Unterricht aus!
Arnold Vieß stand der Schule in den schweren Jahren von 1935 - 1945 als Schulleiter vor. Während dieser Zeit wurde die Kirche bzw. die Geistlichen quasi aus der Schule verbannt. Die konfessionellen Schulen wurden aufgehoben und durch „Deutsche Schulen" ersetzt.
Unsere Schule erhielt fortan den Namen
„Heidbergschule".

 

 

Anfang 1940 wirkten sich die Kriegsereignisse auch stark auf die Schule aus. Klassenräume wurden für den Sicherheits- und Hilfsdienst bzw. für die Einquartierung von Soldaten benötigt. Die verbleibenden Räume reichten aber aus, da für den „normalen Unterricht" eine Enschränkung galt: „Da nur 200 Kinder in den Luftschutzkellern Platz finden, dürfen auch nur diese Kinder unterrichtet werden!"
Im März 1943 wurden alle Essener Schulen geschlossen.
Ab dem 09. August 1945 durfte die Heidbergschule ihren Unterricht wieder aufnehmen. Schulleiter von 1945 - 1954 war Jakob Riphausen.
Ende Januar 1946 wurde die Pädagogische Akademie in Kupferdreh eröffnet und somit wurde unsere Schule zur Hospitations- und Praktikumsschule für Studenten.

 

Am 09. Oktober 1953 feierte die Schule ihr „60jähriges Bestehen", da sie im Krieg das Goldene Jubiläum nicht begehen konnte. Auf Beschluss des Schulausschusses der Stadt Essen erhielt die „Heidbergschule" ihre alte Bezeichnung „Josefschule" zurück.
Hans Küper übernahm die Schulleitung von 1954 - 1955.
Ihm folgte von 1955 - 1956 Josef Lippermann im Amt des Rektors.
Im September 1955 wurde der Anbau einer Pausenhalle und eine Toilettenanlage für die Schüler fertiggestellt.

Von 1956 - 1991 führte Hans Zerkowski die Josefschule zielsicher durch eine bewegte Zeit. Viele Innovationen fielen in seine Amtszeit. So wurde z. B. ab dem 19. August 1986 die bis dahin Volksschule zur „Josefschule, städtische katholische Grundschule".
1974 wurde der Pavillon in nur rund neun Wochen errichtet, um mehr Raum für die Schulklassen zu schaffen.

 

Seit 1990 gehört die Josefschule allein den Josefschülern. Die Klassen der Hinsbeckschule ziehen in ein eigenes Gebäude an der Schwermannstraße um.
1991 geht unser alter Rektor in den wohlverdienten „Unruhestand" und es folgt ihm als Schulleitung zum ersten mal eine Frau!
Frau Dr. Angelika Kasper übernimmt zum 01. August 1991 das Kommando der Josefschule.

Unter ihrer Leitung entstand 1996 das aus Elterninitiative hervor gegangene Projekt „Schule von 8 - 1". Die Josefschule wurde von der Stadt Essen nicht mit einem Betreuungsmodell bedacht, so dass sie eigen initiativ werden musste. Dies gelang aber zum Glück durch eine hervorragende Kooperation zwischen Schule und Elternschaft problemlos und rasch.
Dem großen Ideenschatz unserer Schulleiterin entsprang auch das jährliche Laternenfest, das weit über die Grenzen der Schule hinaus bekannt und beliebt ist.

Leidvoll musste die Josefschule den Beschluss des Rates der Stadt Essen hinnehmen, als katholische Grundschule nur noch katholische Schüler aufnehmen zu dürfen und somit auf Zweizügigkeit zurückgestuft zu werden. Dies bedeutete, vielen Kinder zu Beginn des Schuljahres 2005/06 einen Platz an unserer Schule verwehren zu müssen, obwohl die Eltern sich ausdrücklich für die Josefschule entschieden hatten. Diesen Eltern eine Absage erteilen zu müssen und sich demzufolge auch von engagierten und liebgewonnenen Kolleginnen verabschieden zu müssen, war sicherlich die schwerste Aufgabe innerhalb ihrer Schulleiterzeit.
Ein großes Projekt der Schule konnte im April 2008 bestaunt werden. Die Offene Ganztagsschule in der Josefschule bezog nach fast 2jähriger Umbauphase ihre eigenen Räume auf unserem Schulgelände.
Das absolute Highlight dieses Jahres aber war sicherlich der Zirkus „JOSEFINELLO
", bei dessen Aufführungen die Josefschüler Hunderte von Zuschauern in ihren Bann zogen und zu Begeisterungsstürmen veranlassten. Sichtlich zu Tränen gerührt war unsere Schulleiterin Dr. Angelika Kasper, deren Verabschiedung mit der Galavorstellung des Zirkus gebührend gefeiert wurde.

Seit dem Schuljahr 2008/09 leitete nun Frau Michaela Graf - Dresen die Geschicke der Josefschule. Mit ihr kam eine neue Schulleitung, aber auch eine alt Vertraute. Schon das Praktikum und das Referendariat absolvierte sie an unserer Schule: „Back to the roots!"
Äußerst kompetent und stets offen für alle Probleme der ihr anvertrauten Schüler, Eltern, Lehrer und Mitarbeiter durften wir sie seit ihrem Amtsantritt erleben.
Frau Graf - Dresen erwies sich schnell als „Powerfrau": während ihrer Amtszeit bekam die OGATA eine eigene Küche, sodass unsere Kinder nun „zu Hause" essen konnten. Aber auch das Lehrerzimmer erhielt eine neue Küchenzeile mit Spülmaschine und dazu neues Mobiliar. Die Flure und die Aula erstrahlten in frischem Weiß und all überall saß der niedliche „JOLE", unser frisch gekürtes eigenes Schul-Maskottchen. 
JOLE zierte nun auch die Briefbögen, die Schul-Kleidung und die Nischen auf dem Pausenhof.

Aber nicht nur die Äußerlichkeiten der Josefschule nahm unsere neue Rektorin in Angriff. Sie instalierte Lese- und Rechennester in den Unterricht, rief den schulinternen Lesewettbewerb ins Leben  und arbeitete sehr erfolgreich an der Auszeichnung „Bewegte Grundschule", die wir im Herbst 2010 erhielten. Grund für diese Auszeichnung waren unter anderem die Bewegungsspiele während des Schulmorgens, das attraktive Pausenspielzeug und nicht zuletzt unsere beliebte Pausendisco.
Dass Sie hier diese Chronik lesen können ist auch ein Verdienst von Frau Graf - Dresen. „Wir brauchen eine homepage!", waren so ziemlich ihre ersten Worte als neue Chefin.
Nach nur drei Jahren verließ Michaela Graf - Dresen im Sommer 2011 aus persönlichen Gründen die Josefschule. Wir ließen sie nur ungern ziehen, wünschten ihr aber alles Glück dieser Erde und Gottes Segen für den weiteren beruflichen und privaten Lebensweg.
Danke für alles!

Mit dem neuen Schuljahr 2011/12 kam auch eine neue Chefin. Frau Sandra Burchgardt sollte und wollte eigentlich als Konrektorin zu unserem Team stoßen. Aber durch den Weggang von Frau Graf - Dresen übernahm Frau Burchgardt die Josefschule „spontan", übergangslos und sehr kompetent als kommissarische Schulleiterin.

 

 

 

Viel ist in den vergangenen 125 Jahren geschehen und oft dachte man: „Es geht nicht weiter".

 

Aber mit einer intakten Schulgemeinde können wir alles bewältigen!

 

 

 

Schulleiter der Josefschule seit 1893:

 

Joseph Schütte 1893-1932 Wilhelm Knipp
 Joseph Schütte 1893 - 1932

Wilhelm Knipp
1932 - 1935

Arnold Vieß
1935 - 1945
Jakob Riphausen 1945 - 1954  Hans Küper
1954 - 1955
Josef Lippermann 1955 - 1956
Hans Zerkowski 1956 - 1991  Dr. Angelika Kasper
1991 - 2008
 Michaela Graf-Dresen
2008 - 2011
Sandra Burchgardt
ab August 2011
Klaudia Theisz
ab April 2012
Annette Sonius kommissarisch seit August 2017
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Anja Löwenau ab Februar 2018

         

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
 
Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum