Leseförderung
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Lesen in der Josefschule

In einer Zeit, in der Kinder von klein an mit Bildern, Filmen, Tonträgern und anderen elektronischen Medien konfrontiert
und teilweise überfordert werden, kommt der Leseerziehung eine besondere Bedeutung zu.
Computer und Fernsehen sind passive Medien, die keinerlei Anforderungen an den Konsumenten stellen.
Um einiges anstrengender ist es, ein Buch zu erlesen. Dadurch gerät das Lesen als Freizeitbeschäftigung immer mehr
in den Hintergrund.
Dabei ist das Lesen die Grundlage des Lernens. Ein gutes Buch eröffnet dem Leser neue und spannende Welten.
Während der Leser gedruckte Abenteuer „durchlebt“ wird er ganz unbemerkt in einem umfassenden Maß gefordert und
gefördert.
Wortschatz, Sprachgebrauch und Konzentrationsfähigkeit sind wichtige Faktoren, die durch aktives Auseinandersetzen
mit der Schrift gebildet und gefördert werden.
Außerdem bildet Lesen und lässt den Horizont größer werden. Durch Bücher erfahren die Kinder mehr über andere Menschen,
Länder, Geschichte und aktuelles Zeitgeschehen.
Lesen ist die Vorraussetzung dafür, sich Wissen selbst anzueignen und eröffnet Selbstständigkeit.
Wer lesen kann hat die Möglichkeit, sich überall auch ohne Hilfe zu Recht zu finden.
Die Kinder der Josefschule sollen Lesen auch als etwas Entspannendes, Interessantes, Lustiges und Anregendes erfahren.
Deshalb ist es unser Ziel über die Vermittlung von Lesetechniken hinaus

1. die Förderung der Lesemotivation
2. die Ausprägung einer hohen Lesefertigkeit
3. die Entwicklung einer Lesekultur

zu erreichen.

 
   

 

Diese Ziele wollen wir durch folgende Maßnahmen anstreben:
  1. Methode des Leselernprozesses:
    Anlauttabellen werden im Anfangsunterricht bereits benutzt, so dass die Kinder frühzeitig anfangen sich schriftlich
    auszudrücken und das Lesen durch das Schreiben erlernt bzw. unterstützt wird.

     
  2. Lesenest:
    Die Einrichtung eines „Lesenests“ hat sich in den letzten Jahren bewährt. Das „Lesenest“ als Fördermaßnahme für
    unsere Kinder der ersten beiden Klassen ist wichtiger Baustein in unserem Förderkonzept. Die Kinder gehen 1-2 mal
    in der Woche in das „Lesenest“ und werden dort in einer kleinen Gruppe mit der Koch’schen Fingerlesemethode gefördert.
    Diese Methode unterstützt die Kinder in ihrem Leselernprozess dadurch, dass sich die einzelnen Buchstaben mit ihren
    dazugehörigen Lauten besser einprägen.
    Dabei arbeiten sie individuell an ihrem Lehrgang, so dass das eigene Lerntempo berücksichtigt wird.
    Nach jeder Übung gehen die Kinder zur Lehrerin und zeigen die gemachten Aufgaben bzw. lesen den geübten Text vor.
    Am Ende der Stunde wird jeder Lernfortschritt bzw. Auffälligkeiten festgehalten.

     
  3. Klassenbibliotheken:
    Klassenbibliotheken werden bei uns gezielt aufgebaut, ständig erweitert, ausgetauscht und neue Ganzschriften
    angeschafft, die im Unterricht ganzheitlich und produktionsorientiert gelesen werden.

     
  4. Schülerbücherei:
    Auch die Schulbücherei wird ständig erweitert. Jeden Dienstag und jeden Donnerstag können sich die Kinder
    Bücher ausleihen, um diese zu Hause zu lesen. Oftmals werden sie im Unterricht vorgestellt und Empfehlungen
    von den Kindern ausgesprochen.
    Die schön gestaltete Bücherei liegt im Dachgeschoss und wird auch oft von den einzelnen Klassen für Lesestunden
    genutzt. Die gemütliche Atmosphäre unterstützt das genießerische Lesen.

     
  5. Bibliotheken im Stadtteil:
    Neben der schulinternen Möglichkeit Bücher auszuleihen bekommen die Kinder die Gelegenheit, die Stadtteilbücherei
    in Überruhr kennen zu lernen. Anhand einer kleinen Führung werden ihnen das Angebot und die Modalitäten
    der Ausleihe vorgestellt.
    Darüber hinaus nutzen die Lehrerinnen auch die Bereitstellung sogenannter Themenkisten.
    Hier werden zu bestimmten Unterrichtsthemen Bücherkisten in die Schule gebracht, die den Kindern über
    mehrere Wochen zur Arbeit zur Verfügung stehen.

     
  6. Lesewettbewerb:
       Einmal im Jahr führen wir einen schulinternen Lesewettbewerb durch.
    Die Kinder in den einzelnen Klassen bestimmen nach einem
    klasseninternen Lesewettbewerb zwei Kinder, die am
    Schullesewettbewerb teilnehmen.
    Dieser findet an zwei Tagen in unserer Aula statt, einmal für die
    1./2. Schuljahre und einmal für die 3./4. Schuljahre.
    Die Kinder lesen jeweils eine geübte Geschichte und einen
    ungeübten Text vor.
    Eine Jury bewertet das Gelesene nach folgenden Kriterien:

    - sinnvolle Betonung
    - angemessene Lautstärke
    - angemessenes Tempo
    - Anzahl der Versprecher
    - Blickkontakt

    Die vorlesenden Kinder haben natürlich auch ein Publikum, das aus
    Eltern, Großeltern, Freunden und weiteren Verwandten besteht.
    Jedes Kind erhält als Dankeschön ein Buch für die Klassenbücherei
    und eine Urkunde.
    Die Bücher spendet die ortsansässige Buchhandlung.
    Nach dem Lesewettbewerb wird eine Wand mit Steckbriefen
    der teilgenommenen Kinder erstellt.
    Dort geben die Kinder auch Buchtipps für andere Schüler/innen.

     
  7. Computerprogramm Antolin:
    Das Computerprogramm „Antolin“ wurde entwickelt, um die Lesemotivation der Kinder zu steigern.
    Es arbeitet eng mit der Stadtbibliothek zusammen. Dort finden die Kinder eine Menge Bücher,
    die sie in „Antolin“ bearbeiten können. Und das funktioniert so:
    Ein Kind liest ein Buch und beantwortet anschließend im Internet dazu Fragen. Für jede richtige Antwort bekommt
    es auf einem persönlichen Lesekonto Punkte gutgeschrieben.
    Der Lehrer hat auf einer eigenen Seite in „Antolin“ ständig die Möglichkeit, die Leseleistung der Kinder anhand von
    verschiedenen Statistiken, zu beobachten und durch Ermunterung und Lob noch mehr zu unterstützen.
    Die Internetadresse dieses Programms lautet: www.antolin.de
    Auch unsere Schule beteiligt sich an diesem Programm.
    Jedes Kind bekommt ein passwortgeschütztes Lesekonto. Dafür geben wir den Vornamen und den Nachnamen der Kinder
    auf der Lehrerseite in „Antolin“ ein. Automatisch werden dann jedem Kind ein Benutzername und ein Passwort zugeteilt.
    Da „Antolin“ im Internet zu Hause ist, können die Kinder auch von zu Hause aus mit dem Leseprogramm arbeiten.
    Voraussetzung ist nur ein Internet-Anschluss. Nicht allein die Schule, auch das Elternhaus kann so zusätzlich viel für
    die Lesemotivation der Kinder tun.

     
  8. Lesenächte:
    Ein besonderes Leseerlebnis für unsere Kinder sind die durchgeführten Lesenächte. Hierbei übernachten die Kinder
    mit ihren Lehrern in der Schule und stellen den ganzen Abend und die ganze Nacht auf das Thema Lesen ein.
    In gemütlicher Atmosphäre wird dann vorgelesen, mit der Taschenlampe gelesen und vieles mehr.

     
  9. Autorenlesungen:

    In jedem Schuljahr laden wir Autor/innen zu Lesungen in die Schule ein. Hierbei achten wir darauf, dass verschiedene
    Bereiche der Literatur den Kindern nahe gebracht werden.
    So haben z.B. Knister, Fährmann, Bröger, Hauenschild, Vahle, Feldhaus, Baake, Brosch (Kinderbücher) und
    Oliver Steller (Gedichte) die Kinder mit ihren kindgemäßen, literarischen Lesungen begeistert.
    Die Lesungen werden von der ortsansässigen Buchhandlung unterstützt.

    Die Evaluation der Ziele und Maßnahmen erfolgt durch die Jahrgangsstufenlehrkräfte jeweils nach einem Halbjahr
    und am Ende des Schuljahres. Dazu wird u.a. der Stolperwörtertest genutzt, der das Leseverständnis der Kinder abfragt.

          

     

     

     

     

     


     

     


     


 

 

 
 
Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum