individuelle Förderung
   Impressum & Datenschutz |      Kontakt
 
 



 

1. Ziele des Förderkonzepts der Josefschule

Aufgabe und Ziel der Grundschule ist es, jede Schülerin und jeden Schüler unter Berücksichtigung seiner individuellen
Voraussetzungen durch differenzierten Unterricht und ein anregendes Schulleben nachhaltig zu fördern und zu fordern
(vgl. Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule 2008, S.12).

 
   
Gemäß dieser Forderung ist es unser Ziel, die Stärken unserer Schülerinnen und Schüler zu stärken und ihre Schwächen
zu schwächen.
Um allen Kindern und damit den unterschiedlichen Fähigkeiten und Ansprüchen gerecht zu werden, ist es notwendig
eine Vielzahl von Förderangeboten anzubieten.
Alle Schülerinnen und Schüler sollen trotz unterschiedlicher Fähigkeiten und Lernausgangslagen, die für alle verbindlichen
Kompetenzerwartungen erreichen.

Förderung darf sich allerdings nicht nur auf die Aufarbeitung von Lernrückständen oder besonderen Problemen beim Lernen
beschränken, sondern sollte auch besonders begabten Schülerinnen und Schülern die Chance geben, ihre besonderen
Fähigkeiten, Neigungen und Begabungen auszubauen, sie zu fordern und so zu ihrer Weiterentwicklung beizutragen.

2. Förderkonzept: Formen der Förderung

Im Rahmen des gemeinsamen Unterrichts innerhalb des Klassenverbandes, sollen alle Kinder unter Berücksichtigung ihrer
individuellen Lernvoraussetzungen, ihrer individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten entsprechend arbeiten.
Um Kinder individuell und gezielt fördern zu können, ist es wichtig, ihren Entwicklungsstand festzustellen und ihren aktuellen
Lern- und Leistungsstand zu analysieren.
Auf der Basis gezielter Beobachtung und mit Hilfe verschiedener Diagnoseverfahren ermitteln wir den individuellen Lern- und
Entwicklungsstand unserer Schülerinnen und Schüler und fixieren ihn schriftlich.
Erst dann können wir sie da abholen, wo sie aktuell stehen.

Individuelle Förderung findet an unserer Schule schwerpunktmäßig im Rahmen der inneren Differenzierung im
Klassenunterricht statt.
Die Differenzierung bezieht sich z.B. auf das Anspruchsniveau und die Herangehensweise an ein Thema,
auf die Art der Hilfestellung und auf den Grad der Selbstständigkeit, das Anschauungsmaterial, die Medien, die Methode,
die Sozialform etc.
Vor allem in offenen Unterrichtsformen, wie beispielsweise der Arbeit mit dem Tages- oder Wochenplan, Formen der Werkstatt
und Projektarbeit können unterschiedliche Lernausgangslagen und unterschiedliche Herangehensweisen an ein Thema
berücksichtigt werden.

3. Besondere Förderung

Zusätzlich zur inneren Differenzierung im Klassenverband gibt es in den Klassen zwei Förderunterrichtsstunden, die
von den Lehrerinnen in eigener Verantwortung zur Förderung der Schülerinnen und Schüler genutzt werden.
Hierbei handelt es sich um Stunden, die nicht nur leistungsschwächeren Kindern zu Gute kommen, sondern in denen auch
leistungsstärkere Kinder durch anspruchsvollere Angebote und Aufgaben gefördert und gefordert werden.

Darüber hinaus bieten wir Schülerinnen und Schülern mit Lernrückständen oder Lernproblemen zusätzliche Fördermaßnahmen
an.
Die Kinder werden unter Berücksichtigung ihrer individuellen Schwierigkeiten in Kleingruppen zusätzlich intensiv gefördert.
Unser Ziel ist es, Lernrückstände aufzuarbeiten und Lernschwierigkeiten zu mindern.
So werden die Kinder z.B. in Mathematik in einer Kleingruppe jahrgangsintern im Rechennest gefördert. In Absprache mit
der jeweiligen Fachlehrerin werden hier Inhalte aus dem laufenden Mathematikunterricht aufgegriffen und mit Hilfe
unterschiedlicher Materialien wiederholt bzw. vertieft. Die Fachlehrerin und die Rechennestlehrerin stehen hierbei in ständigem
Kontakt und können so flexibel die Gruppenzusammenstellung den jeweiligen Lernproblemen der Kinder anpassen.
Auch das Lesenest als Fördermaßnahme für unsere Kinder der ersten beiden Klassen ist ein wichtiger Baustein in
unserem Förderkonzept.
Die Kinder werden dort in einer kleinen Gruppe mit der Koch’schen Fingerlesemethode gefördert.
Diese Methode unterstützt die Kinder in ihrem Leselernprozess dadurch, dass sich die einzelnen Buchstaben mit ihren
dazugehörigen Lauten besser einprägen.
Dabei arbeiten sie individuell an ihrem Lehrgang, so dass das eigene Lerntempo berücksichtigt wird.
Jeder Lernfortschritt bzw. Auffälligkeiten werden festgehalten.

In jedem Halbjahr wird mit der Klassen-/Fachlehrerin und der Schulleiterin eine Förderkonferenz durchgeführt.
Dabei werden alle Kinder der Klasse, besonders diejenigen mit besonderem Förderbedarf durchgesprochen.
Die Fördermaßnahmen werden schriftlich festgehalten und auf der nächsten Förderkonferenz evaluiert.

4. Diagnose

Zur Diagnose verwenden wir verschiedene Diagnoseverfahren:
  • Start Box: Diagnostik zur Lernausgangslage von der Anmeldung bis zum Schulbeginn
  • Lernstandserhebungen Bausteine: Beobachten – Diagnostizieren – Fördern (Klassen 1 bis 4)
  • Diagnosearbeiten und Fördermaßnahmen/Welt der Zahl (Klassen 1 bis 4)
  • Hamburger Schreibprobe
  • Schulinterner Beobachtungsbogen (Arbeits- und Sozialverhalten, Deutsch, Mathematik, weitere Fächer)
    auf der Grundlage von Beobachtungen im Unterricht, Klassenarbeiten, Tests und natürlich den Lernstandserhebungen
    und Diagnosearbeiten.
5. Übergänge begleiten

Um den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule bzw. von der Grundschule in die weiterführende Schule möglichst
sanft zu gestalten, arbeiten wir intensiv mit den umliegenden Kindertageseinrichtungen und auch den weiterführenden
Schulen zusammen.
Regelmäßig stattfindende Gremien, in denen es darum geht, die Kinder optimal zu begleiten und
kontinuierlich zu unterstützen, sind beispielsweise
  • der Arbeitskreis Kindergarten – Grundschule
  • Übergangsgespräche Kindergarten – Grundschule (sofern sich die Eltern hiermit schriftlich einverstanden erklären)
  • gegenseitige Besuche und Hospitationen
  • Erprobungsstufenkonferenzen der weiterführenden Schulen
  • Stadtteilkonferenzen

 

 
 
Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum