Bewegung in der Schule
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Alle wollen immer nur den Kopf in die Schule schicken,
aber immer kommt das ganze Kind.


1. Grundlagen

Als einen wichtigen Punkt in unserem Schulprogramm versuchen wir die Integration
von mehr Bewegung in unserer Schule zu verwirklichen. Die kindliche Erlebniswelt ist
in der heutigen Zeit durch ein zunehmendes Maß an Bewegungsmangel
gekennzeichnet.
Immer mehr Kinder verfügen bereits im Vorschulalter nicht mehr über
ausreichende Bewegungserfahrungen.
Die negativen Folgen sind neben Bewegungs- und Haltungsbeeinträchtigungen
zunehmend auch psychomotorische und soziale Verhaltensauffälligkeiten.
Eine bewegungsfreudige Schule bringt allen Lernenden und Lehrenden Vorteile:
Unsere Kinder lernen und leben in der Schule.
Sie brauchen für ihre Entwicklung viel Bewegung. Ziel unserer Schule ist es, dass alle
Kinder ihre Bewegungsbedürfnisse ausleben und vielfältige Bewegungsgelegenheiten
wahrnehmen können. So erfahren alle Schüler, wie regelmäßige Bewegung zur
selbstverständlichen Gewohnheit wird. Sie gewinnen mehr Selbstvertrauen und
Schulzufriedenheit. Das Unterrichten wird leichter, weil alle Schüler und Schülerinnen
ausgeglichener, aufnahmefähiger und lernfreudiger werden.
Das Konzept einer „bewegten Schule“ muss in alle Handlungsfelder des Schullebens
greifen – Bewegung muss den Schulalltag durchziehen – als Wechsel von Ruhe und
Bewegung im Tagesrhythmus und auch mit der Möglichkeit, individuell
Bewegungszeiten wahrzunehmen.

Folgende Fähigkeiten sollen durch die bewegungsfreudige Schule angesprochen
und geschult werden:

  • Personale Fähigkeit: den eigenen Körper und damit sich selber kennen lernen,
    sich mit den körperlichen Fähigkeiten auseinandersetzen und ein Bild von sich
    selber entwickeln

     
  • Soziale Fähigkeiten: miteinander Sport treiben und absprechen, anderen helfen
    und selbst Hilfe annehmen

     
  • Produktive Fähigkeit: selber aktiv sein und durch körperliche Anstrengung
    etwas erreichen

     
  • Expressive Fähigkeit: Gefühle und Empfindungen in Bewegung ausdrücken,
    körperlich ausleben und verarbeiten (z. B. Theater-, Tanz AG)

     
  • Impressive Fähigkeit: Gefühle wie Freude, Erschöpfung und Körperenergie
    empfinden und in Bewegung umsetzen (z. B. Aggressionsabbau)

     
  • Komperative Fähigkeit: sich mit anderen vergleichen, sich miteinander messen,
    wetteifern und dabei sowohl Siege als auch Niederlagen verarbeiten und
    ertragen lernen (z. B. Wettkämpfe)

     
  • Adaptive Fähigkeit: körperliche Belastungen ertragen, eigene körperliche
    Grenzen kennen lernen und die eigene Leistungsfähigkeit steigern, sich selbst
    gesetzten und von außen gestellten Anforderungen anpassen.

     
  • Wahrnehmungsfähigkeiten:
    - visuelle Fähigkeit (sehen)
    - auditive Fähigkeit (hören)
    - taktile Fähigkeit (tasten)
    - vestibuläre Fähigkeit (Gleichgewicht)
    - kinästhetische Fähigkeit (Körperempfinden)

2. Bausteine der „bewegten Josefschule“

Die „bewegungsfreudige Schule“ bezieht sich im Wesentlichen auf 5 Bausteine:

  1. Baustein: Unterricht
    - Bewegung und Entspannung im Unterricht
    - Bewegungspausen
    - bewegtes Lernen

     
  2. Baustein: außerunterrichtliche Angebote
    - Pausensport
    - Schulfeste mit Bewegungsangeboten für alle
    - Sponsorenlauf
    - Sportförderunterricht
    - Sport AG’s

     
  3. Baustein: Schulorganisation
    - tägliche Bewegungszeiten
    - Sicherung der in den Stundentafeln ausgewiesenen Sportstunden
    - Hofsport
    - Sicherung der Bewegungszeit bei Ausfall des Sportunterrichts
    - Lehrer- und Schulkonferenzen zum Thema „Bewegungsfreudige Schule“
    - schulinterne Lehrerfortbildung
    - Zusammenarbeit mit Eltern

     
  4. Baustein: Schulraum
    - bewegungsanregende Schulhofgestaltung
    - bewegungsfreundliche Klassenräume
    - körpergerechte Sitzmöbel
    - Spielekartei/Spielekiste
    - Erschließung bislang nicht genutzter Räume/Flächen als Bewegungsräume

     
  5. Baustein: Ganztagsschule
    - Spielangebote
    - Sportangebote
    - Bewegungsangebote 

     
 1. Baustein: Unterricht

 Die im Folgenden in den einzelnen Punkten genannten
 Konkretisierungsmöglichkeiten sind lediglich als Anregungen gedacht.
 Die Umsetzung innerhalb des Unterrichts ist sehr vielfältig und
 soll hier nicht eingeschränkt werden, sondern es soll durch
 die vorgegebenen Beispiele zu weiteren Ideen angeregt werden.

 Während des Unterrichts werden den Kindern immer wiederkehrende
 Bewegungs- und Entspannungsmöglichkeiten angeboten.
 Durch Bewegungsspiele wie z. B. Sing- und Fingerspiele,
 kinesiologische Übungen, stapeln mit Flashcups usw. soll sowohl der
 Bewegungs- und Spieldrang der Kinder befriedigt werden,
 als auch die Aufmerksamkeit wieder gesammelt werden.
 Unterrichtsinhalte werden mit/durch
 Bewegung erschlossen
 (themenbezogene Bewegungen im Unterricht).

 Durch Entspannungsphasen während des Unterrichts,
 z. B. durch kurze Fantasiereisen lernen die Kinder
 „Stille“ auszuhalten, zu ertragen oder zu genießen.

 
 
 

 Unterrichtsorganisation:
 - offene Unterrichtsformen
 - freie Arbeit
 - Gruppenarbeit
 - Kooperative Lernformen
 - Fahrradtraining/Rollertraining
 

 Zur Unterstützung von Bewegungs- und Entspannungsphasen im Unterricht ist
 das Stundenraster geändert worden.
 Zwischen der ersten Stunde und der zweiten Stunde ist der Gong abgestellt worden,
 um individuelle Bewegungszeit in den einzelnen Lerngruppen zu unterstützen. 

 Bewegung in der Pause ist ein sehr zentraler Gesichtspunkt der bewegungsfreudigen
 Schule. Daher sind Sportgeräte  für die Pause angeschafft worden, welche von
 den Kindern ausgeliehen werden können.
 Außerdem können die Kinder als Mannschaftssport zwischen Basketball
 und Fußball wählen.
 An vielfältigen Spielgeräten können die Kinder klettern und schaukeln.
 Mittwochs findet eine Pausendisco statt. Hier können die Kinder mit viel Freude
 ihre Motorik schulen.

 Pausenorganisation:       
 - Pausenspielzeug
 - freies Spiel
 - Mannschaftsspiele
 - Klettern
 - Pausendisco
 - Hüpfspiele 

 

   

 

 

 

 
2. Baustein: außerunterrichtliche Angebote

Schulfeste:

Schulfeste werden an der Josefschule immer mit
Sportangeboten verknüpft.
Die einzelnen Klassen organisieren kleine und größere
Wett-, Geschicklichkeits-, Glücks- oder Wahrnehmungsspiele,
bei denen sich nicht nur Schüler, sondern auch Geschwisterkinder, Gäste, Eltern und Lehrer vergnügen können.

Sponsorenlauf/Schulsporttage:

Unter einem sportlichen Aspekt steht ebenfalls auch
der jährlich stattfindende Sponsorenlauf.
Bei dieser Aktion wird auch immer der gesundheitsorientierte
Aspekt der Ernährung den Kindern näher gebracht.
Es gibt zur Stärkung Obst und Mineralwasser.
Außerdem fahren alle ersten und zweiten Schuljahre viermal jährlich zur Eissporthalle und zum Inlinern.
Im vierten Schuljahr gehen die Kinder unserer Schule für eine Woche zum Segeln auf dem Baldeneysee.

AG’s/Sportförderunterricht

Es wurden vielfältig außerunterrichtliche Bewegungs- und
Sportangebote geschaffen (eine Hockey AG –kooperativ mit dem HTC), Tanz AG, Theater AG,
Entspannungs- und Konzentrationsübungen
aus den Bereichen Yoga, Qi Gong und Tai Chi AG.
Für die Klassen 1 – 4 wird Sportunterricht in Kooperation
mit dem Verein für Gesundheitssport und Sporttherapie
der Universität Duisburg/Essen angeboten. Hier können bewegungsauffällige Kinder in besonderer Weise gefördert werden.

   
    

 

 

 

 
 
3. Baustein: Schulorganisation

Schwimmunterricht:

Nicht alle Kinder verfügen über ausreichende Schwimmfähigkeiten.
Die Josefschule hat die Möglichkeit sowohl im dritten als auch
im vierten Schuljahr mit den Kindern schwimmen zu gehen und so fast allen Kindern das Schwimmen beizubringen
und die Freude am Wasser und der Bewegung zu vermitteln.

Wettkämpfe:

Die Josefschule nimmt an verschiedenen Wettkämpfen teil,
wie dem alljährlich stattfindenden Schwimmwettkampf, Basketballturnier und Fußballturnier.
Die Hockey AG hat zum Schuljahresende ein Turnier, bei dem
die Kinder der AG gegen die Kinder des Vereins antreten.

Aufführungen:

Einmal im Jahr führt die Theater AG ein Theaterstück auf,
bei dem selbst gebaute Kulissen eine fächerübergreifende
Brücke zur darstellenden Bewegung sind.
Neben der Schauspielerei wird gesungen, getanzt und das Publikum zum „Mitmachen" angeregt.
Die Tanz AG arbeitet ähnlich, präsentiert sich jedoch,
da es sich um nicht so komplexe Stücke wie bei der Theater AG handelt, auch auf Schulfesten und weiteren Feiern.

Sportabzeichen:

Die Kinder unserer Schule können einmal im Jahr
das Sportabzeichen erwerben und werden vorab in den einzelnen Disziplinen trainiert.

4. Baustein: Schulraum

Neben den Klassenräumen werden sowohl alle Fachräume
und die Aula für Bewegungs- und Entspannungsübungen genutzt.
Es gibt Materialien in den Räumen unserer Schule, die zu Bewegung und Entspannung anregen.

5. Baustein: Offene Ganztagsschule

Spiel, Sport und Bewegung als Schwerpunktbereich der Offenen Ganztagsschule: Vielfältige zusätzliche Spiel-, Sport- und
Bewegungsangebote werden den Ganztagskindern geboten.
Eine enge Kooperation mit dem örtlichen Sportverein TVK,
aber auch mit anderen Sportvereinen (HTC) ist vereinbart.
Außerdem steht den Kindern der Ogata und den Betreuungskindern 8 bis 14 ein gesonderter Bewegungsraum
zur Verfügung.

Kursangebote OGS:

- Hockey (Kooperation mit dem HTC)
- Tanzen
- Yoga, Qi Gong und Tai Chi
- Kinderturnen (Kooperation mit dem TVK)
- Theater
- Jungenworkshop
- Mädchenworkshop
 

 

 

  

 


                           

 

 
 
Support:
Alfried Krupp-Schulmedienzentrum